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Sonntag, 11. November 2007

Trendwände

























Es gibt eine Menge richtig guter Künstler in Düsseldorf, von denen man wenig hört und sieht. Die Ausstellungsreihe Trendwände ist eine gute Chance, wenigstens einige davon zu sehen und für sich zu entdecken.

Über Michalis Nicolaides und Nada Sebestyen habe ich schon geschrieben, den Fotografen Taki Kiometzis mächte ich erwähnen, den Bildhauer Christian Schreckenberger und vor allem - Ausstellung läuft noch!! - Hyun-Mee Ahn, Malerin/ Bildhauerin (oder?), die eine Reihe von Arbeiten zeigt, die wirklch haarscharf den Übergang zwischen Objekt und dessen Auflösung in Malerei fixieren.

(Trendwände, Kunstraum, Himmelgeister Straße/ Salzmannbau, aktuelle Ausstellung noch bis einschließlich Sonntag, 18.11., geöffnet Do Fr 17 - 22h, Sa So 14 - 18h)


(Abb.: Hyun-Mee Ahn, flying visit, 2007, ca. 320 x 160cm, Höhe ca. 400cm, Holzleisten, Farben, Schrauben; unten: Dispergens 32, 28.7 x 33cm, Mischtechnik auf MDF)

Freitag, 28. September 2007

... am Wochenende nix vor?






... dann bitteschön die beiden aktuellen Ausstellungen im Kunstraum/ Atelier am Eck nicht verpassen (beide nur bis 7.10.). Bei der Eröffnung war die Meinung zu hören, daß Rory Middeltons Installation die bisher beste Arbeit sei, die das Atelier am Eck gesehen hat, das sehe ich auch so. Hier und hier gibt es Beschreibungen der Arbeit.

Gegenüber, im Kunstraum (erste Ausstellung in der Reihe Trendwände), versucht Michalis Nicolaides in einer seiner drei Videoperformances, Elvis zu werden, besser kann man Elvis' Todestag nicht begehen (das Video wurde am 8. August aufgenommen). Eine Stunde lang (ohne Schnitt) setzt er immer wieder zum Sprung an, um in der Luft genau die Pose zu treffen, die Presley auf dem berühmten Großformat von Warhol einnimmt (Elvis als Cowboy, breitbeinig, mit gezücktem Colt). Eine unbewegliche Videokamera zeigt ihn vor einer an die Wand geklebten Kopie der Warhol-Arbeit (ich unterstelle mal, daß er nicht das Original besitzt), in der Perspektive der Kamera steht Elvis etwa 30 bis 40cm höher als Michalis. Ein Schwarz/Weiß-Monitor im unteren Bildrand zeigt die gleiche Szene, das Bild kann aber mit einem Fernauslöser für ein paar Sekunden eingefroren werden. Er drückt selbst in dem Moment auf den Auslöser, in dem er - im Sprung - glaubt, daß sich seine Pose und die Pose des Elvis-Cowboys decken. So ganz klappt das natürlich nicht, er verdeckt den Warhol-Elvis-Cowboy nie ganz.

Elvis ist er nicht geworden, aber gelungen ist ihm die Arbeit trotzdem: Die Video-Projektion einer Kopie eines Gemäldes nach einem Foto, das Presley in der filmischen Pose eines Cowboys zeigt - viel weiter weg kann man kaum von irgendetwas sein, das sich Authentizität nennt. Mit jedem einzelnen Sprung (und es sind viele, sicher hundert und mehr im Laufe der einstündigen Performance) und der für Sekunden erstarrten Pose auf dem Monitor springt er aus dem Atelier in eine mediale Welt, in der er Elvis-als-Cowboy ist. Die Installation zeigt an diesen Stellen für einen kurzen Moment den Star Elvis Nicholaides und den erschöpften Akteur, der kurz Luft holt für den nächsten Sprung in die drei Sekunden der Berühmtheit.

Auch schön ist seine Arbeit "Pusteblume", ebenfalls sehenswert ist die umfangreiche Werkgruppe von Nada Sebestyen, die etwas Zeit und Ruhe brauchen.

Schließlich noch Carl Hagers Skulpturen und Zeichnungen.


Dienstag, 25. September 2007

Letzte Chance: SkulpturProjekte Düsseldorf/ Münster








Unbedingt noch ansehen: "Parcours Interdit", eine Ausstellung von Arbeiten im Malkastenpark (bis 30.9.), mit einigen sehr sehenswerten Beiträgen.

Ebenfalls am Wochenende gehen die Skulptur Projekte in Münster zu Ende. Einige Arbeiten sind stark, vieles aber auch nicht. Die beste Arbeit ist eigentlich schon dreißig Jahre alt, "Square Depression" von Bruce Nauman.

Donnerstag, 6. September 2007

volles programm


Jetzt! Am Wochenende!

Freitag geht das Kunstfestival mit Vernissagen in Off-Räumen an allen Ecken und Enden los. Der direkte link zum download der pdf-Datei mit dem gesamten Programm und einem Lageplan findet sich genau hier.

Ebenfalls am Freitag eröffnen einige Galerien, die auf dem Weg liegen (wenn man das alles schafft...): Rupert Pfab zeigt Jochen Mühlenbrink, Fotos (?) von Frantisek Lesak gibts bei Cora Hölzl, Michael Cosar zeigt Gert Robijns, bei Sies + Höke kuratiert Bettina Klein (ehemals Gal. Klosterfelde, Berlin) die Ausstellung "Filaturen" (wo dann auch Gert Robijns nochmal auftaucht).

Donnerstag, 16. August 2007

noch eine einladung


Filme gibts im WP8 - Programm siehe oben. Der 18. ist der kommende Samstag, also schon übermorgen. Ich würde gern hin, aber wenn ich mir meinen Kalender ansehe, wird das wieder nix. Schade, das Programm sieht gut aus.

Freitag, 27. Juli 2007

Malkasten und Münster

In der Rotunde des Malkastens gibts immer wieder gute Einzelarbeiten zu sehen, die sich mit diesem architektonisch ziemlich selbstbewußt und kühl geplanten, zweistöckigen Foyer auseinandersetzen. Keine leichte Aufgabe, denn der Raum ist so ausbalanciert, daß er nicht gerade danach schreit, durch irgend etwas ergänzt zu werden.

Joung-en Huh (die auch schon den"Laden" auf der Hildebrandtstraße betrieben hat) und Birgit Jensen kuratieren seit einiger Zeit diesen Raum unter dem Projektnamen Laden Gedan. Da es außerdem noch eine weitere kuratorische Aufgabe gibt, nämlich die "Vitrine" in der Rotunde, gibts schon mal Kollisionen (Nebenbei: Es gibt auch noch das Parkhaus im Garten des Malkastens, seit Jahren hervorragend kuratiert von Karl-Heinz Rummeny, außerdem die "Wohngemeinschaft", dann noch kleine Ausstellungen in der Bar des Malkastens, im Restaurant, und im Park. Also mich überfordert das etwas.)

Zuletzt war eine ziemlich packende, grimmige Installation von Heike Pallanca in der Vitrine zu sehen, die durch die gleichzeitig ausgestellten Arbeiten daneben und vor der Tür (Christane Rasch, Mirko Tschauner) nicht angekratzt wurde.




















(Foto: malkasten.org)



Zur Zeit stellt in der Rotunde (nicht in der Vitrine? Oder doch?) Seb Koberstädt Arbeiten vor. Wer mehr sehen möchte, oder sowieso nach Münster (wg SkulpturProjekte) fährt, kann sich ein Projekt des Münsteraner Künstler- und Kuratorennachwuchs ansehen. Am Freitag (heute, 27.7.) wird eine Gemeinschaftsausstellung mit S.K. und Martin Pfeifle eröffnet. Der Ort ist einer der wenigen Original-Nachkriegsbauten mitten in der schnuckeligen Münsteraner Innenstadt. Ich habe ihn vor der Renovierung gesehen, nicht leicht zu bespielen, einige Träger, die dicht vor den Wänden stehen und vor allem ein atemberaubendes, stilecht nierenförmiges und riesiges Oberlicht. Ich bin mal gespannt, wie sich die Leute der KuratorenKünstlergruppe initial dagegen durchsetzen.













(bei einem Klick auf das Bild gibts die Einladung in Riesengröße)

Mittwoch, 27. Juni 2007

vier wände für die kunst

Die "freie Szene" in Düsseldorf wird in einem neuen Portal dokumentiert, wobei der Schwerpunkt auf den Off-Räumen liegt. Das ganze steuert auf ein Ereignis zu (Kunstfestival vierwände), was im September stattfindet. Insgesamt scheint die Idee ähnlich wie das Konzept der "Kunstpunkte" (das Programm gibts auch schon online - hier).

Die Termine:

Kunstpunkte:

18./ 19. August
25./ 26. August

vierwände

7. - 9. September